Editorial aus Debatte Nummer 1 – Mai 2007

Liebe Leserinnen und Leser

Ihr haltet die erste Ausgabe der neuen Debatte in der Hand. Eine neue linke Zeitschrift. Aber gibt es nicht schon genug linke Zeitungen, die kaum jemand liest? Das ist leider der Fall. Linke Zeitungen werden oft nicht (mehr) gelesen, weil eh schon klar ist, was drin steht – nämlich immer wieder dasselbe. Es braucht eine neue Linke, und damit auch neue linke Zeitungen. Nicht eine Linke, die den Verführungen des Kapitals erliegt und sich als „modern“ und „innovativ“ darstellt. Sondern eine Linke, die durch ihre Aktionen und Diskussionen versucht, dem Sozialismus und Kommunismus einen neuen Sinn zu verleihen. Zurzeit stellt die Linke keine ernst zu nehmende politische Kraft dar. Das muss sich ändern, wenn wir nicht wollen, dass Unterdrückung und Krieg weiter gehen, die Verteilung des Reichtums noch ungerechter wird und die Zerstörung der natürlichen Ressourcen voran schreitet. Die Zeiten werden nicht von selbst besser. Deswegen braucht es eine Diskussion über Alternativen mehr denn je. Eine Zeitung kann Inspiration und Diskussionsstoff bieten, Mut machen und zum Nachdenken anregen. Wir wollen nicht nur über „die Politik“ im engen Sinne des Wortes schreiben. Kämpfe von politischer Bedeutung spielen sich in allen Bereichen des sozialen Lebens ab. Deshalb sollen auch Fragen von Kultur und Wissenschaft zur Sprache kommen. Ebenso richten wir eine Rubrik „Neue Linke“ ein, in der es um Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart geht, sowie um die Diskussion über neue sozialistische Perspektiven und Projekte. Die Debatte wurde schon 2002 bis 2004 herausgegeben (8 Nummern). Die Umstellung auf eine Monatszeitung ist nicht gelungen. Die Bewegung für den Sozialismus (BFS) hat einige Turbulenzen durchlebt. Nun lancieren wir die Debatte neu. Sie soll (vorerst) vier Mal pro Jahr erscheinen. Wie gut sie wird und wie lange sie überlebt, hängt auch von eurer Unterstützung und Mitarbeit ab. Wir hoffen, euch Lust aufs Lesen gemacht zu haben, und wünschen gute Lektüre.

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